Preis: (used:EUR 19,)
(2002-10-14)
öhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
【Keine Frage: Einzigartig - aber eben nicht makellos.】
【Kult-Festival, endlich wieder zu hören sehen!】
Ich kann mich in vielen Punkten nur der/m Vorschreiber/in anschließen. Es ist sicherlich ein "Must-Have" für alle die mit dieser Musik oder den damals erschienen Kasetten/Platten irgendetwas verbinden.pDaher möchte ich mich nur zu einigen Kleinigkeiten diese DVD betreffend äussern.
Zum einen hat es mir die Schuhe ausgezogen als ich mit 15 die Kassetten in die Finger bekam und nachdem diese völlig am Ende waren vor ca. 12 Jahren die LP. Ich war mir nun sicher die DVD wäre eine Bereicherung - sie ist es nur bedingt. zum einen fehlt doch tatsächlich "Liar's Dance" von Robert Plant sowie "comfortably numb" von Pink Floyd (ja wer lesen kann ist klar im Vorteil - der Song ist ja auch nicht angekündigt) zum anderen sind viele kleine liebevolle Kleinigkeiten der LP nicht mehr drauf - ich sag nur "Mr. Peter Rust - That's R - U - S - T - Peter Rust...." vor "Mama" oder auch eine tolle Clapton Ansage. Ausserdem hatte ich schon ein wenig Zusatzmaterial erwartet - auch wenn dieses in der Artikelbeschreibung schon angekündigt wurde: KEINE EINZIGE SEKUNDE MATERIAL!
Ja, schade auch...pAber es sind die wohl
illiantesten Bilder und wohl auch der beste Sound des Events...nicht mehr und nicht weniger.
Auch wenn einige der - meiner Meinung nach besten Stücke der LP - hier plötzlich verschwunden sind ...pGroße Überraschungen erlebt wohl nur wer die LP/CD nicht kannte...diejenigen sollten sich allerdings drei Stunden nicht allzu viel vornehmen...es packt einen und lässt einen erst nach "Run Like Hell" wieder los... Aufgezeichnet vor 120.000 (!) begeisterten Fans am 30. Juni 1990 in Knebworth, Hertfordshire/England wurde dieses Konzert schnell zu dem wohl spektakulärsten Event der Rockgeschichte seit Woodstock. Wo sonst konnte man Bands wie Tears For Fears, Cliff Richard The Shaodws, Phil Collins, Robert Plant, Status Quo, Genesis, Paul McCartney, Eric Clapton, Dire Straits, Elton John Pink Floyd an nur einem einzigen (!) Tag live erleben?pNachdem fast ein ganzes Jahrzehnt die Mitschnitte des Konzertes nicht mehr erhältlich waren (im August 1990 erschien eine exzellente Doppel-CD als
illianter, digitaler Konzertmitschnitt, die aber kurze Zeit später wieder gestrichen wurde) erstrahlt das Kultfestival Knebworth 1990 auf der hier vorliegenden Doppel-DVD im neuen Glanz. Im Wesentlichen sind alle Performances der DVD gleich mit der Auswahl der damals veröffentlichten Videos. Einen DVD-Bonus gibt es (leider) nicht. Trotzdem: Das Bild ist klasse, der Ton wurde prima in Dolby 5.1 abgemischt und klingt angenehm frisch, an manchen Stellen hört man etwas den Unterschied zur CD-Version. War die Konzert-CD schon damals ein klanglicher Meilenstein der Konzertmitschnitte, kann die DVD auch hier wirklich überzeugen. pZu den dargebotenen Künstlern und den Songs
aucht man nicht mehr viel zu sagen. Spektakulär! Tears for Fears beginnen mit "Change" und dem 11-Minuten-Epos "Badman's Song", Status Quo rocken sich bei purem Sonnenschein die Seele mit "Whatever You Want, In The Army Now, Rockin'All Over the World und Dirty Water" heraus, Cliff Richard läßt die Kultband "The Shadows" mit "On The Beach" und "Good Golly Miss Molly" und "We Don't Talk anymore" aufleben, Robert Plant holt sich Jimmy Page zu "Rock'n'Roll" und "Wearing Tearing" auf die Bühne, Pink Floyd geben "Run like Hell" und "Shine On You Crazy Diamond" zum Besten, die Supergroup mit Eric Clapton, Elton John und den Dire Straits präsentiert "Before you accuse me" (Klasse Gitarrensolo: Phil Palmer), "Tearing Us Apart", "Money For Nothing", das damals unbekannte Straits-Stück "Think I love you too much" sowie "Solid Rock" und Elton John's "Sad Songs" "Sacrifice". Paul McCartney läßt die Beatles mit "Can't Buy me Love" und "Hey Jude" aufleben, gibt "Birthday" und "Coming Up" noch zum besten.
Genesis präsentieren neben "Mama" und "Throwing It All Away" ein geniales "Turn It On Again Medley" (In The Midnight Hour, Pinball Wizard, Turn It On Again, Everybody Needs Somebody).pEine wirklich mehr als nur empfehlenswerte DVD, die in keiner Sammlung fehlen darf. Hier gibt es ein absolut wahnsinniges Konzert das zu Unrecht so lange nicht mehr zu sehen und zu hören war. Einfach klasse! Unbedingt zulegen!!!!!Knebworth, Herfordshire/UK, Samtag, 30.Juni 1990 Für das Nordoff-Robbins-Music Therapy Centre, welches für die musikalische Terapie behinderter Kinder zuständig ist, versammelte sich die absolute Rock/Pop-Elite für ein atemberaubendes Konzert. Namen, wie Eric Clapton, Phil Collins, Dire Straits, Genesis, Elton John, Paul McCartney, Pink Floyd oder Tears for Fears, sprechen für sich. 120.000 begeisterte Fans fanden sich zusammen, um bei diesem historischen Ereignis dabe zu sein. Jeder Künstler präsentierte mehrere Songs. Das Konzert war bisher nur auf drei separaten VHS-Kassetten erhältlich. Nun wurde es digital remastered und aud DVD ge
annt.Serge Poliakoff: Retrospektive. Ausstellungskatalog
Ein komischer Kauz muss er gewesen sein, dieser 1787 in Danzig geborene Arthur Schopenhauer. Schon früh zeigte sich sein dominanter Charakter mit einem Hang zur Besserwisserei. Den Grund hierfür sieht Safranski in der fehlenden Bindung zur Mutter in Arthurs frühester Kindheit: "Wem es an grundlegender Lebensbejahung mangelt, nicht aber an stolzem Selbstbewusstsein, der ist, wie Arthur, dafür disponiert, auf alles Lebendige jenen verfremdenden Blick zu werfen, aus dem die Philosophie kommt: die Verwunderung darüber, daß es überhaupt Leben gibt" (31). Im Alter von 27 Jahren schrieb Schopenhauer sein bahn
echendes Werk Die Welt als Wille und Vorstellung: Die Welt als Wille und Vorstellung I: Bd 1, welches aber bis zum Jahr 1853 von der Öffentlichkeit ignoriert wurde, was Schopenhauers Eitelkeit tief verletzte, so dass er sich immer wieder abschätzig über seine Zeit äußerte: "Mein Zeitalter [...] ist nicht mein Wirkungskreis, sondern nur der Boden auf dem meine physische Person steht, welche nur ein unbedeutender Theil meiner ganzen Person ist" (394). Gegen Lebensende lief er oft mit seinem Hund lautstark Selbstgespräche führend durch Frankfurt und als er in hohem Alter endlich die Anerkennung erfuhr, die er sich immer gewünscht hat, kommentiert er selbstbewusst: "Der Nil ist in Kairo angekommen".
Nicht nur aufgrund seiner Person, auch aufgrund seiner Philosophie passte Schopenhauer nicht so recht in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hegel, der große Dominator des Zeitgeistes, predigte sein Konzept des Weltgeistes, welches den Weg in eine bessere Zukunft wies. Fichte, der Ich-Philosoph, konzentrierte sich auf die schaffenden Kräfte des Individuums und Marx sah diese schaffende Kraft zwar nicht im Individuum, dafür aber in der Körperschaft des Proletariats. Anders Schopenhauer. Er gilt bis heute als der große Pessimist unter den Philosophen, für den das Leben weniger als etwas zu Gestaltendes, sondern vielmehr als etwa zu Erduldendes gilt. Unvergessen sein Satz: "Eine Philosophie [...] in der man zwischen den Seiten nicht die Tränen, das Heulen und Zähneklappern und das furchtbare Getöse des gegenseitigen allgemeinen Mordens hört, ist keine Philosophie" (453).
Kernelement der Philosophie Schopenhauers ist das Konzept des Willens. Der Wille ist die der menschlichen Existenz zu Grunde liegende Grundstruktur. Und diese Grundstruktur ist nichts Schaffendes, nichts Positives, sondern etwas Destruktiv-Negatives: Der Wille, der allem zugrunde liegt, ist eben nicht Geist, der sich verwirklicht, sondern ein blindes, wucherndes, zielloses, sich selbst zerfleischendes Treiben, ohne Transparenz auf etwas Gemeintes, auf etwas Sinnvolles hin" (310f.). Safranski fasst prägnant zusammen: "Der Wille hat kein Ziel, er kreist als blinder Drang. Er berechtigt zu keinen Hoffnungen. Man kann ihm das Projekt einer geschichtlichen Vernunft nicht anvertrauen" (329). Dieser Wille manifestiert sich nach Schopenhauer am Ursprünglichsten im Sexualakt: "Wenn man mich fragt, wo denn die intimste Erkenntniß jenes inneren Wesens der Welt, sein Ding an sich, das ich den Willen des Lebens genannt habe, zu erlangen sei? [...] - so muß ich hinweisen auf die Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es! Das ist das wahre Wesen und der Kern aller Dinge, das Ziel und Zweck alles Daseyns" (400). Man kann sich vorstellen, warum es so lange gedauert hat, bis Schopenhauer und seine Zeit zueinander gefunden haben.
Rüdiger Safranski schafft es wie kaum anderer deutscher Philosophie, anspruchsvolle Themen massenkompatibel zu verpacken ohne zu große inhaltliche Reibungsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Seine Biografien über Nietzsche: Biographie seines Denkens (2000) und Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit (1994) waren allesamt Bestseller und Safranskis neuestes Buch Romantik. Eine deutsche Affäre (2007) befindet sich seit Monaten in den Bestsellerlisten. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Safranski ein sehr guter Erzähler ist, der in der Lage ist, auch schwierige Sachverhalte rhetorisch anspruchsvoll und dennoch verständlich zu vermitteln. "Schopenhauer" ist viel mehr las die Rekonstruktion des Lebens eines Mannes, sondern vielmehr die Darstellung eines gesamten Zeitabschnitts aus philosophischer Perspektive. Detailliert geht Safranski auf Teile von Kants Philosophie ein, da Schopenhauer sein Konzept des Willens aus Kants Konzept des "Ding an sich" entwickelte. Auch Hegels Philosophie, die die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bestimmte, wird näher umschrieben.
Fazit: Sehr gut geschriebene Biografie eines schwierigen Mannes und eines großen Philosophen, der bis heute nachwirkt. Nachfolgende Denker wie Nietzsche oder auch Michel Foucault ließen sich von Schopenhauer inspirieren. Zugleich entwirft die Darstellung ein Panorama des gesamten philosophischen Diskurses der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Zwar ist Rüdiger Safranski eine interessante Biographie gelungen, jedoch finde ich sie sehr herablassend geschrieben. Die Bemerkung, Schopenhauer wäre nur ein "Zaungast" gewesen wirkt sehr weit hergeholt. Um so über einen Menschen zu urteilen, hätte man ihn wenigstens persönlich kennen müssen!
Dieses Buch ist mit Abstand eines der wertvollsten, tiefsinnigsten, sensibelsten und bildungsgeladensten Buecher, die ich seit langem gelesen habe.
Ruediger Safranski hat sich Schopenh